Projekt vom April 2020:

Auf Grund des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie mussten auch für die Kinder der Familienwohngruppe Planitz viele Maßnahmen getroffen werden, um die weitere Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Wie alle anderen müssen sie zu Hause lernen und können auch nicht mehr wie gewohnt nach draußen. Aber besonders schwer ist es für sie, keinen persönlichen Kontakt mehr zu ihren Eltern haben zu können, da Besuchszeiten und Beurlaubungen zu den Eltern derzeit nicht möglich sind. Die Kinder sind trotzdem tapfer, sehr diszipliniert, fleißig und verständnisvoll. Daher möchte das Team der Familienwohngruppe ihren Schützlingen in dieser schwierigen Zeit zum Osterfest eine besondere Überraschung bereiten.

Sobald es die Situation erlaubt, möchten sie gemeinsam einen besonders schönen Ausflug in einen Freizeitpark oder in den Tierpark Leipzig unternehmen. Bei der Planung dürfen die Kinder auch eigene Vorschläge unterbreiten.

Da für gemeinsame Ausflüge keine ausreichenden Mittel zur Verfügung stehen, übernimmt die DRH Stiftung Kinderhilfe einen Großteil der Kosten.

Projekt vom März 2020:

Die AURYN Beratungsstelle Chemnitz ist in der Trägerschaft des Deutschen Kinderschutzbundes und arbeitet mit Kindern psychisch erkrankter Eltern. Diese Kinder sind einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt, die sich auf ein gesundes Aufwachsen negativ auswirken. Die Mitarbeiter der Beratungsstelle kümmern sich liebevoll um die familienspezifischen Probleme, unterstützen bei Konflikten und erklären den Kindern die psychische Erkrankung ihrer Eltern. Damit geben sie den Kindern Sicherheit und Halt.

Für die regelmäßige Gruppenarbeit mit den Kindern wurden dringend pädagogische Arbeitsmaterialien benötigt. Damit ist es möglich, gemeinsam mit den Kindern noch intensiver an verschieden Problemlagen zu arbeiten oder ihnen diese zuvor sichtbar zu machen. Die DRH Stiftung Kinderhilfe hat dafür gern die Kosten übernommen.

Projekt vom Februar 2020:

Der integrative Wohnbereich „Wach’sche Villa“ des Vereins Kinderarche Sachsen e. V. in Radebeul bietet bis zu sieben Mädchen und vier minderjährigen Müttern mit ihren Babys ein Zuhause auf Zeit. Diese jungen Menschen dürfen nicht mehr im elterlichen Haushalt wohnen, weil sie dort dauerhaft Vernachlässigung, Bildungsarmut, körperliche Übergriffe und zum Teil auch Gewalt erleben mussten. Die Mädchen und jungen Frauen werden durch fünf sozialpädagogische Fachkräfte intensiv begleitet und erfahren hier endlich emotionale Unterstützung und Zuwendung auf ihrem Weg in die Selbständigkeit und zu einem eigenen, gelingenden Familienleben.

Neben der individuellen Betreuung hilft dabei auch ein Umfeld, in dem positive Lebens- und Entwicklungsbedingungen gegeben sind. Die Bewohnerinnen leben in hell und freundlich gestalteten Zimmern. Im Gemeinschaftsbereich treffen sich die jungen Frauen und Mädchen mit ihren Kindern regelmäßig, um gemeinsame Zeit zu verbringen und sich auszutauschen. Allerdings waren viele Möbel dieses Wohnbereichs bereits in die Jahre gekommen und in verbesserungswürdigem   Zustand.

Dank der Spende anlässlich des „Dresdner Golfballs“ 2019 zu Gunsten der DRH Stiftung Kinderhilfe war es möglich, für den Gruppenraum eine neue Möblierung zu finanzieren. Herzlichen Dank dafür!

Projekt vom Februar 2020: 

Die Mädchen und minderjährigen jungen Mütter aus dem integrativen Mutter-Kind-Haus Leubnitz benötigen für die Erledigung ihrer Hausaufgaben oft das Internet. Dafür brauchen sie viel Geduld. Im Gegensatz zu den Kindern, die in ihren Familien leben, haben die jungen Bewohnerinnen keinen eigenen Computer, denn sie leben in einer Wohngruppe der Kinderarche Sachsen e.V. Dort teilen sich bis zu sechs Mädchen und bis zu dreizehn Mütter und schwangere Mädchen jeweils den Computer im Erzieherzimmer.

Mit der Einrichtung von 2 Computerarbeitsplätzen haben die Mädchen und jungen Frauen die Chance, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der digitalen Welt zu erwerben und damit für ihren eigenen Bildungs- und Berufsweg gut gerüstet zu sein. Mit den mobil nutzbaren PC-Arbeitsplätzen können sie nun auch ihre Schul-, Ausbildungs- und Projektaufgaben erledigen.

Die Finanzierung der beiden Computerarbeitsplätze hat die DRH Stiftung Kinderhilfe gern übernommen.

Projekt Frühjahr 2020:

Der gemeinnützige Verein „Gemeinsam Ziele Erreichen e.V.“ wandte sich an DRH Stiftung Kinderhilfe mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Dabei handelt es sich um das Projekt „LOT – Lernort Tiergehege“ – Soziales Lernen mit Kindern und Jugendlichen im Ökosystem Tier-Mensch-Natur. Das Tiergehege an der Waldstraße in Zwickau-Marienthal wird über den Trägerverein „Gemeinsam Ziele Erreichen e.V.“ betreut. Kinder und Jugendliche können dort vielfältige motorische Erfahrungen sammeln und in einem natürlichen Ökosystem frei und selbsttätig der Natur begegnen. Die Angebote umfassen die Arbeit mit den Tieren im natürlichen Ökosystem Umwelt/Natur sowie kreative und handwerkliche Tätigkeiten. Damit werden bereits erworbene Kenntnisse vertieft sowie die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und die Ausdauer der Kinder im Alltag geschult, Ängste und Aggressionen abgebaut und deren Selbstbewusstsein entwickelt.

Das Angebot richtet sich u. a. an Kinder der Förderschule für lernbehinderte Kinder, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und an Kitas der Region.

Für den Aufbau eines Werk- und Arbeitsraumes mit Arbeitsplätzen als Grundlage für die regelmäßige Arbeit mit hilfsbedürftigen Kindern stellt die DRH Stiftung Kinderhilfe 1.000 € zur Verfügung.

Projekt vom Februar 2020:

Die Kinderhilfe Lichtenstein / Sachsen e.V. kümmert sich liebevoll um Kinder und Familien, die Hilfe benötigen. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer ermöglichen sie den Kindern, u.a. auch kulturelle Veranstaltungen zu erleben. Damit leistet die Kinderhilfe Lichtenstein Sachsen e.V. einen wichtigen Beitrag, um die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

In den Winterferien im Februar 2020 fand für diese Kinder ein 4-tägiger Trickfilm-Workshop statt, den die DRH Stiftung Kinderhilfe finanzierte. Damit wurde den Kindern die Möglichkeit eröffnet, bei der Produktion eines kleinen Trickfilmes selbst tätig zu sein. Dieses Ferienerlebnis der besonderen Art war für die Kinder sehr spannend und lehrreich und waren mit großer Begeisterung dabei.

Projekt vom Dezember 2019: 

Ein 14jähriges Mädchen aus Sachsen trainiert seit Dezember 2015 als Eisschnellläuferin in einem sächsischen Eisschnelllauf-Verein und hat sich durch Beharrlichkeit, Zielstrebigkeit, Fleiß und Willensstärke zu einer der besten Läuferinnen ihrer Altersklasse im Lande entwickelt. Der Familie – eine alleinerziehende, derzeit arbeitssuchende Mutter sowie zwei Kinder im Teenageralter – ist es trotz widriger Umstände in den zurückliegenden Jahren gelungen, in jeder Wettkampfsaison  den  finanziellen Kraftakt zu bewältigen und die benötigten Trainingsmaterialien und Kosten aufzubringen.

Der Trainingsplan für die Nachwuchstalente beinhaltet unter anderem ab dem Frühjahr das Radtraining mit einem Straßenrennrad. Die trainingsmethodische Wichtigkeit von Rennradtraining im Eisschnelllauf wird immer höher. Sportliche Erfolge anderer Nationen im Eisschnelllauf belegen dies eindrucksvoll. Das Training mit dem Rad findet größtenteils in einer Trainingsgruppe statt. Hier fahren die Sportler mit ihren Rädern auf hohe Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h schnell. Die Qualität des Trainingsmaterials ist daher äußerst wichtig für die Belastbarkeit und Dauer der Nutzung. Ein solches Rennrad zu finanzieren, war der Mutter leider nicht möglich. Daher hat die DRH Stiftung Kinderhilfe die erforderlichen Mittel hierfür aufgebracht.

Projekt vom Dezember 2019:

Die Mitarbeiter der „Ambulanten Hilfen des Sprach-Bildungs- und Beratungszentrums“ (SBBZ e.V.) Zwickau betreuen im Rahmen der sozialpädagogischen Familienhilfe 30 Familien. Der Großteil dieser Familien verfügt über ein sehr geringes Einkommensniveau und ist mit der Bewältigung ihres Alltags überfordert. Die Kinder dieser Familien geraten häufig in Ausgrenzungs- und Stigmatisierungsprozesse und haben vergleichsweise schlechtere Chancen auf gute Bildungsabschlüsse und bleiben demzufolge sozial benachteiligt. Um den Kindern dennoch positive Erlebnisse zu ermöglichen, schaffen die Mitarbeiter der Ambulanten Hilfen des SBBZ e.V. regelmäßig Gelegenheiten, bei denen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern unbeschwerte Momente erleben dürfen.

Das Team der Ambulanten Hilfen des SBBZ e.V. trat mit der Bitte an uns heran, in der Adventszeit die finanziellen Mittel für eine gemeinsame Weihnachtsfeier mit den betreuten Familien inkl. Weihnachtsgeschenken für die Kinder zu finanzieren. Dieser Bitte sind wir gern nachgekommen.

Freie Presse Hohenstein-Ernstthal vom 15.02.2020:

Trickfilme selber produzieren macht zwar Spaß, bedeutet aber auch einen Haufen Arbeit. Das lernten Schüler in der Kinderhilfe Lichtenstein.

Lichtenstein. Am Tisch der Jungs herrscht absolute Konzentration. Paul, Adam und Louis lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Nur noch einen Tag, dann sollen die drei ihr filmisches Weltraumspektakel präsentieren. Fast 500 Bilder sind im Kasten, doch vor den Schülern liegt jede Menge Arbeit. „Wir müssen noch die Stimmen einsprechen und alles vertonen“, sagt Paul Fürbringer. Mit seinen 14 Jahren ist er der Älteste in der Gruppe – und so etwas wie der Regisseur am Tisch.

Es ist Tag Drei der Trickfilmwerkstatt in der Kinderhilfe Lichtenstein. „Ich habe selten erlebt, dass die Mädchen und Jungen hier so konzentriert arbeiten, ich höre kaum einen Mucks“, freut sich Ute Hoch im Nachbarzimmer. Normalerweise gäbe es größerer Probleme mit der Disziplin, berichtet die Leiterin der Einrichtung. Das Thema Trickfilm kommt an. „Wir machen hier nicht nur Bespaßung, sondern wollen den Kindern auch Fähigkeiten vermitteln“, fügt Ute Hoch hinzu. Darum hatte sie den Verein für Medienbildung Sachsen angesprochen, ein Ferienprogramm zu gestalten. In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Ausbildungs-und Erprobungskanal (SAEK) Zwickau sagte der Verein zu, die viertägige Werkstatt zu gestalten. Bezahlt hat das alles die Zwickauer D/R/H-Kinder-Stiftung.

Doch zurück ins Zentrum der Aktion. An drei Tischen entstehen drei unterschiedliche Filme. Tablets, Software, Stative und das Fachwissen haben Medienpädagogin Sabine Diener-Kropp und ihre zwei Assistentinnen dabei. Material, Requisiten und Filmideen stammen von den Kindern.

Zwei Mädchen im Grundschulalter haben mit Playmobilfiguren eine ländliche Szene aufgebaut. Es geht um Pferde, Freundschaft und eine Heldin. Ständig müssen die Mädels kleinste Details der Szenerie verschieben- und dann mit dem Tablet ein Foto schießen. In drei Tagen entstehen 600 Bilder – etwa eine Minute Film. Die Geschichte entsteht spontan beim Verrücken der Figuren. Protagonistin am Nachbartisch ist Einhorn Luna. Ursprünglich sollte das Fabeltier einen Prinzen aus der Burg befreien und viele weitere Abenteuer bestehen. Doch da musste Anleiterin Marie-Therese Stedry ihre drei vor Ideen übersprudelnden Mädels bremsen. Bei dieser Geschichte wären die Bilder in die Tausende gegangen. „Einhorn geht Einkaufen“ heißt es stattdessen – trotzdem genug Stoff für über 500 Bilder.

Währenddessen sind die Jungs am Nachbartisch schon am Schneiden des Filmmaterials. Im Gegensatz zu den Mädels brauchen sie kaum Anleitung. Das liegt vor allem an Paul, der nicht seinen ersten Trickfilm dreht. Auf dem Tisch steht ein Raumschiff aus grauen Lego-Steinen, daneben ein Miniatur-Ferrari. Auch der wird in dem Weltraumschlachtepos eine Rolle spielen.

Von Andreas Klinger | © Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG

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Projekt vom November 2019:

Die Sonnenberg Grundschule in Chemnitz befindet sich in einem sozialen Brennpunkt. Die Kinder sind geprägt von zerrütteten Elternhäusern, Bindungsverlusten und Armut. Darüber hinaus ist der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund sehr hoch. Dies bringt viele kulturelle Unterschiede und Konfliktgrundlagen in den Schulalltag. Aggressivität und Respektlosigkeit untereinander gehören leider zum Schulalltag. Aus diesem Grund hat die Schule das Präventivprojekt „Ringen und Raufen – Wir lernen Grenzen kennen“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes sollen die Kinder lernen, achtsam miteinander umzugehen und Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen.

Die Durchführung des Projektes findet einmal wöchentlich statt. Die Kinder lernen über Atem- u. Körperübungen zunächst den eigenen Körper kennen und sollen dabei bewusst Gefühle und Befindlichkeiten wahrnehmen. Darüber hinaus werden verschiedene Übungen aus dem Kampfsport eingesetzt, um die Grenzen anderer kennenzulernen. Dabei werden die Kinder von Sportlehrern unterstützt. Ziel ist es, eine bessere Akzeptanz und Toleranz zu entwickeln, um in Konflikt- u. Stresssituationen des Alltags und in der Schule kontrollierter zu reagieren, Respekt und Achtung vor jeden zu haben und die besagten Grenzen zu bewahren.

Dafür wurden Judoanzüge, Boxhandschuhe, Springseile u.ä. benötigt. Die DRH Stiftung Kinderhilfe übernahm dafür die Kosten.