Fonds Online vom 12.08.2025:

Maximilian Jentzsch ist Prokurist beim Vermögensverwalter DRH. Berufsbegleitend absolviert er das Modulstudium Vermögensverwaltung an der TH Aschaffenburg. Was ihn dazu antreibt und welche Ziele er verfolgt, hat er FONDS professionell ONLINE verraten.

Ein verantwortungsvoller Job, eine kleine Familie und dann auch noch ein berufsbegleitendes Studium: Manchmal ist es ganz schön anstrengend, meistens sind die Arbeitstage ziemlich lang. Doch Maximilian Jentzsch ist 30 Jahre jung – und er hat es nicht anders gewollt. „Ich bin jemand, der einfach immer weiter lernen muss“, sagt der Prokurist der DRH Vermögensverwaltung mit Hauptsitz in Dresden. „Ich verspüre ständig diesen Drang, etwas Neues für mich entdecken und mich weiterbilden zu wollen“, berichtet Jentzsch, der in der Zwickauer Niederlassung des Vermögensverwalters tätig ist.

Dort hat der studierte Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker 2021 als IT-Consultant begonnen. Auch heute noch ist Jentzsch Ansprechpartner für alle technischen Angelegenheiten. „Am Anfang habe ich viel programmiert und erst einmal ein bisschen mehr Geschwindigkeit in die Prozesse gebracht“, erzählt er. Weil das so gut funktionierte, beförderten ihn die beiden DRH-Geschäftsführer Marco Rumpf und Lutz Hering schon bald zum Prokuristen.

Nicht der klassische Prokurist

„Dieser Titel war aber mehr eine Anerkennung, meine Tätigkeit besteht keineswegs darin, den ganzen Tag irgendwelche Dokumente zu unterschreiben“, schmunzelt Jentzsch. Vielmehr überwacht er sämtliche Portfolios, setzt geplante Rebalancings um, prüft Auswertungen auf Plausibilität und optimiert laufend das Portfoliomanagementsystem. „Natürlich bin ich auch im Boot, wenn neue Investmentideen entwickelt werden, denn diese muss man technisch ja umsetzen“, sagt Jentzsch.

„So bin ich nach und nach ins Portfoliomanagement immer mehr hineingewachsen“, berichtet der 30-Jährige. Mit zunehmender Erfahrung entsteht der Wunsch, die tägliche Arbeit auch theoretisch richtig zu untermauern. So entscheidet sich Jentzsch, das Modulstudium Vermögensverwaltung an der Technischen Hochschule (TH) Aschaffenburg zu absolvieren. Er startet zum Wintersemester 2024.

Noch neuer Studiengang

Diese Weiterbildung bietet die TH Aschaffenburg seit 2023 an. Es ist das erste Studium an einer staatlichen Hochschule, das sich dezidiert an unabhängige Vermögensverwalter richtet. Wer im Asset Management arbeitet, hat hier die Möglichkeit, berufsbegleitend sein Wissen zu vertiefen. Innerhalb von drei Semestern können die Studierenden sechs spezielle Module belegen, die sich Themen wie Fixed Income, Derivaten, der empirischen Analyse der Finanzmärkte oder der strategischen Kommunikation in der Vermögensverwaltung widmen. Bei erfolgreichem Abschluss des Studiums gibt es ein Zertifikat.

Maximilian Jentzsch hat im ersten Semester das Modul „Portfoliomanagement“ gewählt. „Jeden Mittwochnachmittag fand ein Seminar statt, an dem man entweder direkt vor Ort an der TH oder online teilnehmen konnte“, berichtet er. Im zweiten Semester hat sich der DRH-Prokurist mit dem Thema „Strategische Kommunikation“ beschäftigt. „Dafür mussten wir zwei Tage in Aschaffenburg sein, aber in dieser Zeit haben wir den Stoff auch komplett durchgenommen“, sagt er.

Es geht nur im Hybrid-Modell

Jentzsch findet es sehr positiv, dass das Modulstudium als Hybrid-Modell zwischen Präsenz- und Onlineunterricht angelegt ist. „Anders wäre es mir auch gar nicht möglich, mich berufsbegleitend weiterzubilden“, sagt er. Als Ansprechpartner in allen technischen Belangen muss er bei der DRH in Zwickau meist vor Ort anwesend sein. „Für eine Weiterbildung mal einen Monat außer Haus zu sein, kommt in meinem Fall daher nicht in Frage“, erklärt er. Gefallen hat Jentzsch zudem, dass der Zertifikatsstudiengang an einer staatlichen Hochschule angeboten wird und ein Master angeschlossen werden kann. Beides spreche für Seriosität.

„Wenn man in der Vermögensverwaltung tätig ist, hat man in Deutschland gar nicht so viele Möglichkeiten für eine universitäre Weiterbildung“, weiß Jentzsch. Von dem Modulstudium an der TH Aschaffenburg hat er über einen Newsletter der Münchner V-Bank erfahren. Als er seinen Chefs bei der DRH eröffnete, dass er den Studiengang absolvieren wollte, waren sie schnell einverstanden. „Ich habe das Glück, in einem Unternehmen zu arbeiten, das mich dabei aktiv unterstützt“, sagt er. Auch privat hat er starken Rückhalt von seiner Familie.

Mit Disziplin und Organisationstalent

Anstrengend ist es trotzdem. Maximilian Jentzsch ist erst kurz vor Studienbeginn Vater eines Sohnes geworden. Da braucht es schon Disziplin und Organisationstalent, um den Dreiklang aus Beruf, Familie und Studium täglich zu schaffen. „Ich plane meine Wochen im Voraus, lerne oft schon frühmorgens, abends nach der Arbeit, am Wochenende oder an Feiertagen“, erzählt er. Auch im Urlaubsgepäck findet sich schon mal der Laptop. Aber Jentzsch will es so. Er sieht das Studium als Investition in sich selbst und in seine Rolle bei der DRH.

„Gerade, weil ich Verantwortung trage, möchte ich mich fachlich weiterentwickeln“, sagt er. Da das Modulstudium explizit auf den Bereich der Vermögensverwaltung zugeschnitten ist, lieferten ihm die Lehrinhalte nicht selten Anregungen für die Praxis. Von den beiden Semestern, die hinter ihm liegen, habe er in seinem Berufsalltag bereits profitieren können. Und er möchte dem Vermögensverwalter, bei dem er schon während seines ersten Studiums zwei Jahre lang als Praktikant gearbeitet hat, auch etwas zurückgeben, das Unternehmen vorantreiben.

Nah an der Praxis

Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis, die der Modulstudiengang biete, komme da genau richtig. „So bleibt das, was man gelernt hat, nicht abstrakt, sondern kann direkte Effekte erzielen“, erklärt der Prokurist. Das Modul „Strategische Kommunikation“ habe ihm viel für die Kundeninteraktion, für interne Abstimmungen und Entscheidungsprozesse gebracht. „Das Modul ‚Portfoliomanagement‘ ergänzt meine praktischen Erfahrungen im Bereich Analyse, Allokation und Systementwicklung mit fundierter Theorie“, meint Jentzsch. Viele Inhalte ließen sich beruflich unmittelbar umsetzen – und weiterdenken.

Und was hat der Prokurist vor, wenn er sein Modulstudium beendet hat? Möchte der den Master noch obendrauf setzen? „Mal sehen“, sagt er. Zuerst einmal möchte Jentzsch mit dem Studium sein fachliches Profil weiter schärfen, vor allem an den Schnittstellen zwischen Strategie, Kommunikation und Portfoliomanagement.

Echter Ansporn

„Ich will noch besser verstehen, wie wirtschaftliche, kommunikative und analytische Faktoren im Alltag einer Vermögensverwaltung ineinandergreifen und wie man aus diesem Verständnis heraus fundierte Entscheidungen trifft“, erklärt Jentzsch. Dieser Wunsch und die Lust, immer weiter zu lernen, spornen ihn an – wenn es anstrengend wird und die Arbeitstage lang sind. (am)

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fuchsbriefe.de vom 02. August 2025:

In Kalenderwoche 31 zeigten vier Banken im FUCHS Performance-Projekt 7 (Private Banking Depots) mit zwölf Transaktionen und gezielten Umschichtungen hohe Aktivität. Während das Benchmarkdepot solide performte, setzten sich DRH Vermögensverwaltung GmbH und andere Teilnehmer beim Vermögenszuwachs und Risikomanagement an die Spitze. Die Handelswoche war geprägt von Flexibilität und defensiven Strategien.

Transaktionsgeschehen: Vier Banken zeigen Aktivität

In der laufenden Kalenderwoche waren im Private Banking Portfolio des FUCHS Performance-Projekts 7 vier Institute am Markt aktiv: Deka Vermögensmanagement GmbH, MAIESTAS Vermögensmanagement AG, Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH sowie Berliner Sparkasse – Niederlassung der BSK 1818 AG führten insgesamt zwölf Wertpapiertransaktionen durch. Das gesamte Handelsvolumen belief sich auf rund 209.000 Euro.

Die Aktivitäten verteilten sich auf sieben Verkäufe und fünf Ankäufe – ein klares Zeichen für aktives Portfoliomanagement in einer dynamischen Marktphase. Besonders auffällig: Deka Vermögensmanagement GmbH handelte fünfmal, darunter Umschichtungen von Alphabet Inc., UniCredit S.p.A. und Holcim Ltd. zugunsten von Bank of America Corp. und Thermo Fisher Scientific Inc.

MAIESTAS realisiert Gewinn – Oberbanscheidt & Cie. setzt auf Anleihe

MAIESTAS Vermögensmanagement AG verkaufte ihre Nestlé S.A.-Position für über 44.000 Euro und realisierte damit einen deutlichen Mittelzufluss. Oberbanscheidt & Cie. investierte mit zwei Ankäufen gezielt in eine Rabobank-Anleihe (58.043 Euro) sowie Stora Enso Oyj Reg.Shares Cl.R EO1,70.

Auch die Berliner Sparkasse zeigte mit fünf Transaktionen breite Diversifikation: Verkäufe bei Holcim Ltd., Man VI-Man Alpha Select Alt.Fonds und Novo-Nordisk AS wurden durch Zukäufe bei Thermo Fisher Scientific Inc. und einem Novo-Nordisk AS Discount Zertifikat ergänzt.

Top-Wertpapiere der Woche

Die meistgehandelten Titel nach Anzahl waren Holcim Ltd., Thermo Fisher Scientific Inc., und Novo-Nordisk AS (je zweimal). Nach Volumen lagen Rabobank-Anleihe, Nestlé S.A., Holcim Ltd., Thermo Fisher Scientific Inc. und der Man VI-Man Alpha Select Fonds vorn. Teilnehmer ohne Transaktionen blieben in dieser Woche passiv, es gab keine weiteren Handelsaktivitäten außerhalb der genannten Institute.

Vermögensentwicklung: DRH Vermögensverwaltung setzt Maßstäbe

Im aktuellen Wochenvergleich liegt das Benchmarkdepot (ID 605) mit einem Depotwert von rund 2,18 Mio. Euro nur im Mittelfeld des Teilnehmerfelds. Die DRH Vermögensverwaltung GmbH (ID 589) dominiert mit fast 2,93 Mio. Euro Depotvolumen deutlich vor allen anderen – ein Vorsprung von über 750.000 Euro gegenüber dem Benchmarkdepot.

Auch Minveo AG, DGK & Co., Volksbank Vorarlberg e.Gen. und Bethmann Bank AG liegen teils klar über dem Referenzwert des Benchmarks.

Gewinner, Verlierer & Risikokontrolle

DRH Vermögensverwaltung GmbH erzielte den größten absoluten Zuwachs der Woche (+59.999 €), gefolgt von DGK & Co., Minveo AG und Kaiser Partner Privatbank AG mit jeweils rund +30–36 Tsd. €. Das Benchmarkdepot legte um +25.857 € zu.

Verlierer der Woche ist Spiekermann & Co AG (ID 573), deren Depot um mehr als 3.100 € schrumpfte – während die meisten anderen Teilnehmer zulegen konnten. Beim maximalen Drawdown zeigt sich eine breite Risikoreduktion: Das Benchmarkdepot verbesserte sich auf 3,52 %, doch viele Wettbewerber wie DRH Vermögensverwaltung GmbH (0,79 %), Volksbank Vorarlberg e.Gen.(0,49 %) oder DGK & Co.(0 %) agieren noch defensiver.

Die KW 31 im Projekt 7 steht für aktives Portfoliomanagement mit Fokus auf internationale Blue Chips sowie defensive Strategien beim Risiko – Anleger profitieren aktuell besonders bei den Top-Performern wie DRH Vermögensverwaltung GmbH von Wachstum und ruhigem Fahrwasser zugleich.

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dasinvestment.com vom 10. Juli 2025:

Gastkommentar von Marco Rumpf

Die zwischenzeitliche Underperformance der Wall Street scheint wieder vorbei zu sein. Für Marco Rumpf von der DRH Vermögensverwaltung bleiben amerikanische Aktien das Nonplusultra.

Seit dem Einbruch nach dem Liberation Day Anfang April befindet sich der S&P 500 wieder auf Erholungskurs. Mehr noch: Das amerikanische Standardwertebarometer notiert sogar auf Rekordniveau. Dafür gibt es gute Gründe.

Es zeigt sich immer deutlicher, dass es sich bei den teils drastisch formulierten Zollforderungen von US-Präsident Donald Trump in erster Linie um ein politisches Druckmittel handelt. Seine Rhetorik um sogenannte reziproke Zölle dient in erster Linie dazu, die Verhandlungsposition der USA gegenüber Handelspartnern wie China, Vietnam oder der EU zu stärken. Die zwischenzeitlich angedrohten Strafzölle wie die 145 Prozent gegenüber der Volksrepublik waren beziehungsweise sind faktisch nicht durchsetzbar. Das zeigt auch das vor wenigen Tagen verkündete Handelsabkommen mit Vietnam. Dieses sieht für Exporte in die USA Zölle von 20 Prozent vor – statt der von den USA im April aufgrund des Handelsbilanzdefizits errechneten 90 Prozent.

Dass die Anleger zunehmend einen Zollkrieg der USA gewissermaßen mit dem Rest der Welt auspreisen, zeigt auch der Vix. Mit rund 16 Punkten notiert der Volatilitätsindex deutlich unter seinem letzten Hoch. Kurz nach dem Liberation Day war das Angstbarometer auf mehr als 50 Punkte hochgeschossen. Jetzt signalisiert es Entspannung.

Die Kurstreiber für US-Aktien

Ein weiterer wichtiger Punkt, der für die positiven Aussichten der Wall Street spricht, ist das erwartete Wachstum der Geldmenge. Inzwischen hat der „One Big Beautiful Bill Act” auch den Senat passiert. Damit sind weitere hohe Staatsdefizite der USA absehbar. Diese lassen sich nur durch das Anschmeißen der Druckerpresse finanzieren. Der wachsenden Dollarflut steht jedoch nur eine begrenzte Menge an Sachwerten, wie beispielsweise Aktien, gegenüber. Ergo sollten deren Preise weiter steigen.

Als Argument für europäische und gegen amerikanische Aktien wurden in den vergangenen Monaten immer wieder deren höhere Bewertungen aufgeführt. Doch US-Titel sind traditionell teurer als die meisten Aktien aus anderen Ländern. Noch wichtiger ist jedoch, dass sie diese höheren Bewertungen auch immer wieder rechtfertigen.

Zuletzt haben vor allem die großen amerikanischen Tech-Konzerne positiv überrascht. So sind die Gewinne der Magnificent 7 im ersten Quartal im Jahresvergleich um 28 Prozent gestiegen – trotz hoher Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI). Bis auf Tesla haben die Mag-7-Werte die Prognosen der Analysten übertroffen. Insgesamt haben die 500 Unternehmen des S&P 500 in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 17 Prozent mehr verdient als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2024. Die Gewinne der 500 größten börsennotierten Unternehmen sind in Europa dagegen um neun Prozent gesunken.

Zwar wird sich das Gewinnwachstum der Glorreichen Sieben ab Mitte 2025 laut den Konsensschätzungen der Research-Abteilungen abschwächen. Dafür holen die übrigen 493 Unternehmen des S&P 500 auf, wodurch die Wachstumsdynamik an Breite gewinnt. Unter dem Strich wächst die Wall Street immer wieder in ihre hohen Bewertungen hinein.

Gewinnmaschine Wall Street

Ein wesentlicher Grund für die höhere Profitabilität von US-Unternehmen ist in den höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) zu sehen. Absolut betrachtet investieren sie mehr als doppelt so viel Geld in F&E wie ihre europäischen Pendants. Aber auch relativ betrachtet haben sie die Nase vorn. Im Verhältnis zum Umsatz fallen die Forschungsbudgets in den USA deutlich höher aus als in Europa.

Die Amerikaner sind nicht nur im Tech-Bereich und speziell bei der künstlichen Intelligenz (KI) technologisch weit führend, sondern auch in Branchen wie der Pharmazie oder der Medizintechnologie. Die meisten weltweit dominanten Player dieser Sektoren kommen aus den USA. Aufgrund ihrer Technologieführerschaft verfügen diese Firmen über eine höhere Preissetzungsmacht, was sich in höheren Gewinnen und Margen niederschlägt.

Kurzfristig brachtet profitieren US-Unternehmen auch noch von der Abwertung des Dollars, da sich dadurch ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Gleichzeitig erhöht der schwache Greenback die im Ausland erzielten Gewinne bei der Umrechnung in die Heimatwährung. Sollte sich die Konjunktur in den USA in der zweiten Jahreshälfte stärker abkühlen als erwartet, ist es gut möglich, dass die Fed über die zwei Zinssenkungen hinausgeht, die derzeit von den Finanzmärkten eingepreist werden. Das könnte den Greenback weiter unter Druck setzen. Vor diesem Hintergrund könnte sich eine zwischenzeitliche Währungsabsicherung durchaus rechnen.

Während die Wall Street ihr Comeback eingeläutet hat, scheint die Euphorie um Gold nachzulassen, jedenfalls vorübergehend. Neben den Notenbanken zählen vor allem Gold-Indexfonds zu den größten Käufern – oder eben auch Verkäufern – des Edelmetalls. Insbesondere amerikanische Anleger behandeln Gold wie andere Anlageklassen. Wenn sich mit Aktien wieder Geld verdienen lässt, neigen sie zum Umschichten.

Beim Bitcoin, dem digitalen Gold, stellt sich die Lage anders dar. Die US-Regierung will bis August eine Regulierung für Kryptowährungen fertigstellen. Das dürfte es den US-Banken erlauben, im größeren Stil in Bitcoin einzusteigen. Dessen Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf etwas mehr als zwei Billionen Dollar. Das ist weniger als der Börsenwert von Apple oder Nvidia. Somit können vergleichsweise kleine Käufergruppen den Bitcoin-Kurs nach oben treiben.

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dasinvestment.com vom 31. Juli 2025:

Das renommierte Finanzmagazin DAS INVESTMENT hat sich in einem aktuellen Artikel mit den Pionieren unter den Vermögensverwaltern befasst – und DRH ist mit dabei.

Lesen Sie hier, welche Rolle digitale Assets bei uns spielen und welche Strategien wir verfolgen:

Krypto-Anlagen: So gehen Vermögensverwalter damit um | DAS INVESTMENT

Halbzeit an den Kapitalmärkten – Zeit für eine Zwischenbilanz: Was hat unsere Strategie bislang gebracht und wie positionieren wir uns für die zweite Jahreshälfte?

Zum Jahresanfang haben wir unsere Strategie klar umrissen: Im Fokus standen liquide Sachwerte, allen voran Aktien aus Nordamerika, insbesondere aus den Sektoren Technologie, Gesundheit und Finanzen. Parallel sahen wir auch Potenzial in den Anlageklassen Gold und Krypto. Sechs Monate später lässt sich festhalten: Unsere Grundausrichtung hat sich weitgehend bewährt – wenngleich sich die positive US-Marktentwicklung in Euro zunächst nicht widerspiegelt.

Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 notieren aktuell auf neuen Allzeithochs. Damit bestätigt sich unsere Prognose einer anhaltenden Stärke des US-Marktes – getragen von einem robusten makroökonomischen Umfeld und weiterhin positiven Unternehmensdaten. 78 % der Unternehmen im S&P 500 übertrafen im ersten Quartal die Gewinnerwartungen – ein Wert, der leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt (77 %) liegt. Das Gewinnwachstum lag bei 12,9 % und markierte damit das zweite aufeinanderfolgende Quartal mit zweistelligem Wachstum.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung bleibt das Technologiesegment – insbesondere die sogenannten „Magnificent 7“. Hier lagen die ursprünglichen Gewinnerwartungen für das I. Quartal per 31. März 2025 bei +16 %. Tatsächlich wurden beeindruckende +27,7 % erzielt. Auch wenn dies leicht unter dem Durchschnitt der drei vorangegangenen Quartale liegt, bleibt die Dynamik in diesem Teilmarkt ungebrochen – sowohl im Index als auch in unseren Portfolios.

Neben dem Aktienmarkt konnten auch die Edelmetalle und der Kryptosektor zulegen. Unsere Allokationen in Bitcoin und Gold entwickelten sich ebenfalls erfreulich. Der Markt profitierte insbesondere von einer weiterhin expansiven Geldpolitik, geopolitischen Unsicherheiten und der Suche vieler Investoren nach werterhaltenden Alternativen.
Allerdings wurde die erfreuliche Entwicklung der US-Märkte in Euro gemindert: Der US-Dollar verlor im ersten Halbjahr rund 12% gegenüber dem Euro. Das dämpfte die Performance internationaler Anlagen. Rückblickend stellt sich die Frage, warum wir zu Jahresbeginn keine aktive Absicherungsstrategie gegenüber dem Greenback implementiert haben. Der US-Dollar wurde von vielen internationalen Marktteilnehmern gemieden, nicht zuletzt aufgrund der politischen Unsicherheiten im Vorfeld der US-Wahl. Die Rolle als sicherer Hafen war damit zumindest temporär infrage gestellt.

Ein schwächerer US-Dollar ist nicht nur eine Herausforderung für internationale Investoren, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Für exportorientierte US-Unternehmen ist ein schwacher Dollar ein Vorteil: Ihre Produkte und Dienstleistungen werden im Ausland günstiger – das stärkt ihre Position auf den Weltmärkten.

Gleichzeitig erhöht ein schwächerer Dollar den Druck auf ausländische Anbieter, die ihre Waren oder Services in den USA verkaufen möchten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie ihre Preise für US-Kunden senken – was häufig zulasten der eigenen Gewinnmarge geht. Der Zugang zum US-Markt wird damit für diese Unternehmen wirtschaftlich unattraktiver.

Langfristig betrachtet stellt eine solche Konstellation vor allem für Länder oder Regionen mit starkem Export in die USA ein Problem dar. Aus globalwirtschaftlicher Sicht kann das zu einem strategischen Interesse führen, die eigene Währung ebenfalls abzuwerten – um preislich konkurrenzfähig zu bleiben und Handelshemmnisse zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund sehen wir auch rückblickend keine Notwendigkeit für eine Währungsabsicherung, da der schwächere Dollar mittel- bis langfristig die Wettbewerbsfähigkeit US-amerikanischer Unternehmen stärkt – und damit die Ertragskraft genau jener Aktien, die in unseren Portfolios den Schwerpunkt bilden.

Ein weiterer struktureller Faktor, der unsere Anlagestrategie langfristig prägt, ist die Entwicklung der globalen Geldmenge – insbesondere der Geldmenge M2, die Bargeld, Sichteinlagen und kurzfristige Spareinlagen umfasst. Weltweit beobachten wir seit Jahren einen nahezu ungebremsten Anstieg dieser Geldmenge. Auch wenn sich das Wachstum nach den pandemiebedingten fiskalischen Impulsen zunächst verlangsamt hat, steigen die M2-Volumina in vielen Volkswirtschaften inzwischen wieder deutlich an – getrieben von chronischer Staatsverschuldung, hohen Haushaltsdefiziten und einer weiterhin lockeren Geldpolitik. Abbildung 1 zeigt die Entwicklung der Geldmenge M2 USA seit 01.01.2009 (rechte Skala). Außerdem ist dort auch die Entwicklung des MSCI World abgetragen (linke Skala). Darin ist ersichtlich, dass die expansive Geldpolitik zur Coronapandemie zu einer äußerst positiven Entwicklung des Aktienmarktes bis Ende 2021 geführt hat. Die Zinswende Anfang 2022 belastete die Märkte hingegen, bis sich der geldpolitische Kurs im Oktober 2023 erneut veränderte und im Zuge dessen neue Höchststände markiert worden sind.

Abbildung 1: Geldmenge vs. MSCI World seit 01.01.2009

Abbildung 1: Geldmenge vs. MSCI World seit 01.01.2009

In diesem Umfeld wird eines immer klarer: Wer sein Vermögen bewahren will, kommt an knappen, nicht beliebig vermehrbaren Anlageklassen nicht vorbei. Sachwerte wie Aktien, Gold, Immobilien – aber zunehmend auch digitale Güter wie Bitcoin – profitieren strukturell von der schleichenden Entwertung der Währungen. Sie bilden damit ein Gegengewicht zur expansiven Geldpolitik und bieten langfristig Schutz vor Kaufkraftverlust.

Die anhaltende Ausweitung der globalen Geldmenge beeinflusst nicht nur die langfristige Rolle von Sachwerten, sondern wirkt sich auch direkt auf das taktische Anlegerverhalten aus. Wie Kapitalströme zwischen Anlageklassen verlaufen, hängt wesentlich vom Zusammenspiel aus Inflationsdynamik, Zinsniveau und Risikobereitschaft ab. Abbildung 2 ordnet typische Assetklassen entlang dieser Faktoren ein.

Abbildung 2: Assetallokation im makroökonomischen Umfeld

Abbildung 2: Assetallokation im makroökonomischen Umfeld

In einem Umfeld steigender Inflation und wachsender Risikoneigung – wie wir es im Jahr 2024 erlebt haben – profitieren vor allem Aktien und Kryptowährungen wie Bitcoin. Anfang April konnten wir eine massive Risikoreduktion der Märkte feststellen und haben daraufhin antizyklisch unsere Aktienquote aufgestockt (siehe Abbildung 1 Punkt „Trading“). An dieser halten wir nach wie vor fest. Bei diesen Positionen liegen wir derzeit durchschnittlich 20% vorn. Im zweiten Halbjahr 2025 erwarten wir ein höheres Risiko seitens des Marktes. Sollten unsere internen Parameter eine Übertreibung dahingehend signalisieren, werden wir dementsprechend unsere Tradingpositionen schließen und Gold wieder aufstocken.

Gleichzeitig erklärt die Systematik in Abbildung 2 auch die starke Entwicklung von Gold im ersten Halbjahr. Das Edelmetall gilt als klassisches Risk-Off-Asset und gewinnt insbesondere in Phasen mit hoher Inflation und geopolitischer Unsicherheit an Bedeutung – genau jene Bedingungen, die viele Investoren zuletzt wieder vermehrt zum physischen Werterhalt greifen ließen.

Für das zweite Halbjahr 2025 blicken wir mit Zuversicht nach vorn. Vor allem der Technologiesektor dürfte seine Rolle als Wachstumstreiber fortsetzen. Die Kombination aus strukturellem Momentum – insbesondere im Bereich künstlicher Intelligenz – und dem jüngst schwächeren US-Dollar sorgt dafür, dass die Exportchancen und Margen vieler US-Tech-Unternehmen steigen. Entsprechend positiv sind die Erwartungen an die kommenden Unternehmensberichte, sowohl in Bezug auf Umsatzdynamik als auch Gewinnwachstum.

Ein zusätzlicher Impuls könnte von der Geldpolitik ausgehen: Laut dem CME FedWatch Tool erwartet eine klare Mehrheit der Marktteilnehmer eine erste Zinssenkung durch die US-Notenbank bei der Sitzung am 17. September 2025. Damit würde sich die Geldmenge M2 – die zuletzt bereits wieder anstieg – voraussichtlich deutlich beschleunigen. Diese Entwicklung wäre gleichbedeutend mit zusätzlicher Liquidität im Markt und könnte sowohl Aktien- als auch Kryptomärkte weiter antreiben.

Auch im Digital-Asset-Bereich sind entscheidende Fortschritte zu beobachten. Mit dem Genius Act und dem Clarity for Payment Stablecoins Act stehen in den USA gleich zwei bedeutende Gesetzesvorhaben kurz vor der Umsetzung. Während der Genius Act insbesondere auf die rechtliche Definition und regulatorische Einstufung von Krypto-Assets zielt, schafft der Clarity Act Rahmenbedingungen für den Einsatz von sogenannten Stablecoins im Zahlungsverkehr.

Beide Regelwerke bedeuten nicht weniger als einen regulatorischen Meilenstein: Sie schaffen erstmals klare, rechtsverbindliche Rahmenbedingungen für institutionelle Investoren und Zahlungsdienstleister – und könnten die Tür für erheblich mehr Kapitalzuflüsse in digitale Vermögenswerte öffnen. Wir sehen Krypto nicht mehr nur als spekulatives Beiwerk, sondern zunehmend als strategische Beimischung im Kontext globaler Kapitalströme und regulatorischer Reife.

Kapitalmärkte bleiben in Bewegung – und damit auch unsere Verantwortung, strategisch zu handeln.

Wir beobachten Entwicklungen wie Inflation, Zinspolitik und neue regulatorische Rahmenbedingungen nicht nur, wir verarbeiten sie aktiv in unseren Anlagestrategien.

Ob Sie bereits mit uns investieren oder unsere Einschätzung für Ihre eigene Vermögensplanung nutzen möchten – wir stehen Ihnen gern für einen Austausch zur Verfügung.

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Mit diesen Mitteilungen erbringen wir keine Anlageberatung und keine Vermögensverwaltung. Sie sind allgemeiner Art und können keine auf die individuellen Verhältnisse des Anlegers abgestellte anleger- und objektgerechte Beratung sowie eine umfassende Risikoaufklärung ersetzen; sie berücksichtigen ferner nicht die Risikobereitschaft der Anleger bzw. Geeignetheit der Finanzprodukte. Auch soweit wir Ihnen Börsen-, Produkt- und/oder Marktinformationen liefern, stellen diese keine Anlageberatung dar.

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Soweit steuerliche oder rechtliche Belange berührt werden, sollten diese vom Adressaten mit seinem Steuerberater bzw. Rechtsanwalt geprüft und erörtert werden.

dasinvestment.com vom 03. Juli 2025:

Unser Prokurist und IT‑Consultant Maximilian Jentzsch absolviert berufsbegleitend das Modulstudium „Vermögensverwaltung“ an der TH Aschaffenburg, um seine praktische Verantwortung bei DRH noch stärker mit fundierter Theorie zu verknüpfen. Dazu wurde er im renommierten Magazin DAS INVESTMENT interviewt. Er spricht darüber, wie berufsbegleitendes Studium und Praxis bei der DRH Vermögensverwaltung Hand in Hand gehen.

Den vollständigen Artikel von DAS INVESTMENT lesen Sie hier:

Interview zum Studium Vermögensverwaltung der TH Aschaffenburg | DAS INVESTMENT

Zwischen geopolitischer Neuordnung und geldpolitischer Neujustierung setzt die Handelspolitik gezielte Signale – zuletzt sichtbar in den US-Zolldrohungen, die vor allem eines waren: Verhandlungstaktik.

Im Nachgang der teils scharf formulierten Zollforderungen der US-Regierung wird immer deutlicher, dass die Maßnahmen in erster Linie als politisches Druckmittel eingesetzt wurden – weniger als wirtschaftlich tragfähige Strategie. Wie von uns bereits im Vorfeld vermutet, diente die Rhetorik um „reziproke Zölle“ vor allem dazu, die Verhandlungsposition gegenüber Handelspartnern wie China, der EU und Vietnam zu stärken.

Die angedrohten Gegenzölle auf Basis bilateraler Handelsdefizite – wie im Beispiel Vietnam mit einem rechnerischen Zollsatz von 90 % – waren weder im multilateralen Kontext umsetzbar noch realistisch durchzuhalten. Vielmehr sollte die öffentliche Zuspitzung für Bewegung in laufenden Gesprächen sorgen.

Rückblickend hat sich dieser taktische Einsatz bewährt: Es kam zwar zu kurzfristigen Irritationen an den Märkten und in Lieferketten, doch echte Eskalationen blieben aus. Auch die Gegenreaktionen – etwa der EU – fielen kontrolliert aus und signalisierten die Bereitschaft zur Verständigung.

Während die geopolitische Bühne also erneut von Strategie und Signalwirkung geprägt war, lief in der Unternehmenswelt eine ganz andere Dynamik ab. Mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen durch NVIDIA am 28. Mai haben nun alle Unternehmen der sogenannten „Magnificent 7“ – darunter Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, NVIDIA und Tesla – ihre Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt. Das Fazit fällt klar positiv aus: Sechs der sieben Unternehmen übertrafen die Gewinnerwartungen der Analysten. Insgesamt fiel das Gewinnwachstum mit fast 28 % zum Vorjahr deutlich stärker aus als ursprünglich prognostiziert.

Besonders Alphabet, Amazon und NVIDIA zählten im ersten Quartal zu den wichtigsten Treibern im S&P 500. Unterstützt wurden sie von positiven Basiseffekten bei einigen Gesundheitswerten. Gleichzeitig zeigt Abbildung 1, wie stark die Gewinne des Gesamtmarkts aktuell von wenigen Technologiekonzernen abhängen. Während die „Magnificent 7“ in den vergangenen Quartalen ein überdurchschnittlich hohes Gewinnwachstum erzielten, flacht dieses ab Mitte 2025 spürbar ab, so zumindest die aktuelle Konsensschätzung des Marktes. Die übrigen 493 S&P-Unternehmen holen auf – die Wachstumsdynamik wird breiter gestreut.

Abbildung 1: S&P 500 Gewinnwachstum Jahr-zu-Jahr von Q2/2024-Q1/2026 (geschätzt)

Abbildung 1: S&P 500 Gewinnwachstum Jahr-zu-Jahr von Q2/2024-Q1/2026 (geschätzt)

Wir bleiben also weiterhin investiert, sehen aber zunehmend Chancen über die bekannten Tech-Größen hinaus. Die erwartete Stabilisierung im breiten Markt unterstreicht unsere Strategie einer breit diversifizierten Allokation, die nicht nur auf Einzeltitel, sondern auf eine solide Risikostreuung in verschiedenen Sektoren setzt. Auch in einem Umfeld mit nachlassendem Momentum bei den bisherigen Zugpferden ergeben sich attraktive Perspektiven – gerade für langfristig orientierte Anleger.

Vor diesem Hintergrund erweist sich auch unsere taktische Positionierung im Frühjahr als stimmig: Anfang April hatten wir für unsere Mandaten Umschichtungen zugunsten von US-Aktien vorgenommen und Goldpositionen reduziert. Der damalige Hintergrund war die Einschätzung, dass die Märkte ihren Boden gefunden hatten und insbesondere US-Technologiewerte vor einer Erholungsbewegung stehen.

Ein Blick auf die aktuelle Entwicklung bestätigt diese Entscheidung: Seit dem Tief Anfang April haben sich sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 deutlich erholt. Die beigefügte Grafik macht dies anschaulich – insbesondere der Nasdaq konnte in kurzer Zeit über 20 % zulegen, der S&P 500 immerhin rund 14 %. Gold hingegen zeigte sich im selben Zeitraum eher stabil bis schwächer, mit einem Zuwachs von knapp 7 %, der phasenweise sogar rückläufig war.

Abbildung 2: Performance Gold, Nasdaq 100 und S&P 500 seit Umschichtung

Abbildung 2: Performance Gold, Nasdaq 100 und S&P 500 seit Umschichtung

Diese relative Entwicklung unterstreicht die Relevanz dynamischer Allokationsentscheidungen im Rahmen unserer Anlagestrategie. Die zwischenzeitlichen Kursverluste aus dem März und Anfang April konnten durch die Umschichtungen bereits zu großen Teilen kompensiert werden.

Auch die Wechselkursentwicklung bleibt ein bedeutender Faktor für unsere strategische Ausrichtung. Während uns das Engagement im USD in den vergangenen Jahren – insbesondere angesichts der relativen Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro – vielfach Rückenwind verliehen hat, hat sich dieser Trend seit Jahresbeginn spürbar umgekehrt. Der Dollar hat gegenüber dem Euro und anderen Leitwährungen abgewertet – eine Entwicklung, die sich laut Einschätzung führender Institute wie JPMorgan auch in den kommenden Monaten fortsetzen könnte.

Vor diesem Hintergrund planen wir, das USD-Risiko in unseren Portfolios perspektivisch über Währungsabsicherungen zu steuern. Damit partizipieren wir weiterhin an der Ertragskraft der weltweit führenden Unternehmen – insbesondere im US-Markt –, ohne das Wechselkursrisiko gegenüber dem Euro ungeschützt zu belassen. Diese Maßnahme ist Teil unseres übergeordneten Ziels, das Risikoprofil der Portfolios nicht nur markt-, sondern auch währungsseitig robust aufzustellen.

In einem Umfeld, das von politischen Signalen, sektoraler Umschichtung und nachlassender Dominanz einzelner Titel geprägt ist, bleibt für uns ein diszipliniertes Risikomanagement zentral. Die jüngsten Entwicklungen bestätigen, dass taktische Anpassungen Wirkung entfalten können – gleichzeitig unterstreichen sie die Notwendigkeit, Portfolios robust und breit aufgestellt zu halten. Wir werden die Märkte weiterhin eng begleiten und dort handeln, wo Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Zögern Sie bitte nicht, uns bei individuellen Fragen anzusprechen – wir sind gern für Sie da.

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Wir haben uns bemüht, diese Angaben nach bestem Wissen und Gewissen zusammenzustellen. Sie wurden – teilweise auf Basis und unter Rückgriff der Informationen Dritter – recherchiert. Einzelne Angaben können sich insbesondere durch Zeitablauf oder infolge von gesetzlichen Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität sämtlicher Angaben kann daher keine Gewähr übernommen werden.

Mit diesen Mitteilungen erbringen wir keine Anlageberatung und keine Vermögensverwaltung. Sie sind allgemeiner Art und können keine auf die individuellen Verhältnisse des Anlegers abgestellte anleger- und objektgerechte Beratung sowie eine umfassende Risikoaufklärung ersetzen; sie berücksichtigen ferner nicht die Risikobereitschaft der Anleger bzw. Geeignetheit der Finanzprodukte. Auch soweit wir Ihnen Börsen-, Produkt- und/oder Marktinformationen liefern, stellen diese keine Anlageberatung dar.

Die hier enthaltenen Informationen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Wertpapiere und sonstiger Finanzinstrumente zu verstehen und stellen weder ein Angebot zum Erwerb noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar.

Dargestellte Beispiele und Beispielrechnungen und Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Beschriebene bisherige Wertentwicklungen lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

Bei diesen Angaben und Informationen handelt es sich um Marketingmitteilungen gemäß Art. 36 Abs. 2 Delegierte Verordnung (EU) und nicht um Finanzanalysen.

Jede Investmententscheidung sollte deshalb unter Zuziehung eines qualifizierten Beraters und Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse des Anlegers geprüft werden. Bitte setzen Sie sich dazu persönlich mit uns in Verbindung.

Soweit steuerliche oder rechtliche Belange berührt werden, sollten diese vom Adressaten mit seinem Steuerberater bzw. Rechtsanwalt geprüft und erörtert werden.

Die Anfang April 2025 gestartete Berichtssaison für das I. Quartal 2025 ist in vollem Gange. Die von uns selektierten Unternehmen zeigen dabei mehrheitlich solide Zahlen: Die Erwartungen der Analysten wurden insbesondere auf der Gewinnseite in vielen Fällen übertroffen (Abbildung 1). Unsere Auswertung bestätigt diesen Trend – sowohl absolute Zahlen als auch die Abweichungen zur Konsensschätzung deuten auf eine insgesamt robuste operative Entwicklung hin.

Abb. 1: Umsatz- und Gewinnerwartungen I/2025 – eigene Darstellung

Erwartungsgemäß haben die Kapitalmärkte auf diese positiven Zahlen bislang nur verhalten reagiert. Nach unserer Einschätzung liegt dies vor allem daran, dass viele Unternehmen trotz guter Quartalsergebnisse ihre Jahresprognosen nicht signifikant anheben. Die zurückhaltende Tonalität im Ausblick wirkt dämpfend auf die Marktstimmung und erklärt die fehlende Anschlussdynamik bei vielen Kursentwicklungen.

Wir richten unseren Blick weiterhin auf die Fundamentaldaten und bleiben unverändert investiert. JP Morgan Chase, Meta und Alphabet konnten die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich übertreffen und bestätigen damit unseren selektiven Ansatz. Im Gegensatz dazu blieben einige Unternehmen – darunter z.B. LVMH – hinter den Erwartungen zurück, was wir mit Blick auf die aktuellen Unsicherheiten aufgrund der aktuellen Handelspolitik und der andauernden Zoll-Diskussion als temporäre Schwäche einordnen.

Unser taktisches Vorgehen hat sich bestätigt: Die Tiefststände am Markt sahen wir zuletzt Anfang April. Die zu diesem Zeitpunkt vorgenommene Umschichtung aus Gold in S&P 500- und Nasdaq-ETF‘s hat sich nach aktuellem Stand als richtig erwiesen. Die bis dahin aufgelaufenen Kursrückgänge konnten im Durchschnitt bereits zu etwa 50 % kompensiert werden. Sollte es nochmals zu Rücksetzern kommen, sehen wir gezieltes Umschichtungspotenzial zulasten der in den Depots gehaltenen Anleihepositionen.

Allerdings halten wir es – auf Basis historischer Betrachtungen – für unwahrscheinlich, dass es ohne externe Schocks nochmals zu deutlichen Abschlägen kommt (Abbildung 2).

Abb. 2: Historisch gilt: Hat der S&P 500 die Hälfte eines Bärenmarkt-Verlusts aufgeholt, folgen selten neue Tiefs – und zwölf Monate später standen die Märkte fast immer im Plus.

Unsere Einschätzung stützt sich dabei ebenso auf die Erwartung weiterer Zinssenkungen. Wenngleich die US-Notenbank den Leitzins in ihrer Entscheidung am 07.05.2025 unverändert auf dem Niveau von 4,25-4,5% belassen hat, rechnen wir für das 2. Halbjahr mit bis zu 3 Zinsschritten – jeweils in Abhängigkeit der Entwicklung der Inflation und des Arbeitsmarktes. Diese Annahme wird aktuell auch durch das CME-Fedwatchtool gestützt. (Abbildung 3).

Abb. 3: CME Fedwatch-Tool Stand 08.05.2025

Die mit den prognostizierten Zinsschritten verbundene Ausweitung der Geldmenge schafft unseres Erachtens selektives Kurspotenzial – insbesondere bei wachstumsorientierten und limitierten Assetklassen, wie z.B. Aktien oder dezentralen Währungen.

Vor diesem Hintergrund halten wir auch an unserer Allokation im Bereich der Kryptowährungen fest. Ergänzend dazu haben wir im April einen Krypto-Korb mit Schwerpunkt auf Web3-Technologien in geringer Gewichtung aufgebaut. Dieser Schritt sollte gewährleisten, frühzeitig von der für die zweite Jahreshälfte angekündigten Regulierung des Kryptomarktes in den USA zu profitieren.

Zögern Sie bitte nicht, uns bei individuellen Fragen anzusprechen – wir sind gern für Sie da.

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Disclaimer:

Unsere vorstehenden Angaben und Informationen richten sich an Privatkunden in der Bundesrepublik Deutschland.

Wir haben uns bemüht, diese Angaben nach bestem Wissen und Gewissen zusammenzustellen. Sie wurden – teilweise auf Basis und unter Rückgriff der Informationen Dritter – recherchiert. Einzelne Angaben können sich insbesondere durch Zeitablauf oder infolge von gesetzlichen Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität sämtlicher Angaben kann daher keine Gewähr übernommen werden.

Mit diesen Mitteilungen erbringen wir keine Anlageberatung und keine Vermögensverwaltung. Sie sind allgemeiner Art und können keine auf die individuellen Verhältnisse des Anlegers abgestellte anleger- und objektgerechte Beratung sowie eine umfassende Risikoaufklärung ersetzen; sie berücksichtigen ferner nicht die Risikobereitschaft der Anleger bzw. Geeignetheit der Finanzprodukte. Auch soweit wir Ihnen Börsen-, Produkt- und/oder Marktinformationen liefern, stellen diese keine Anlageberatung dar.

Die hier enthaltenen Informationen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Wertpapiere und sonstiger Finanzinstrumente zu verstehen und stellen weder ein Angebot zum Erwerb noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar.

Dargestellte Beispiele und Beispielrechnungen und Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Beschriebene bisherige Wertentwicklungen lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

Bei diesen Angaben und Informationen handelt es sich um Marketingmitteilungen gemäß Art. 36 Abs. 2 Delegierte Verordnung (EU) und nicht um Finanzanalysen.

Jede Investmententscheidung sollte deshalb unter Zuziehung eines qualifizierten Beraters und Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse des Anlegers geprüft werden. Bitte setzen Sie sich dazu persönlich mit uns in Verbindung.

Soweit steuerliche oder rechtliche Belange berührt werden, sollten diese vom Adressaten mit seinem Steuerberater bzw. Rechtsanwalt geprüft und erörtert werden.

Die weltweiten Finanzmärkte wurden Anfang April von einem Ereignis überrascht, das in seiner Tragweite nicht zu unterschätzen ist: US-Präsident Donald Trump erklärte am 2. April 2025 den sogenannten „Befreiungstag“ der amerikanischen Handelspolitik und kündigte eine weitreichende Zolloffensive an. Neben pauschalen Importzöllen auf alle Waren trifft es vor allem ausgewählte Länder und Sektoren deutlich härter: Auf chinesische Exporte werden künftig deutlich erhöhte Zölle erhoben, ebenso auf Autos – auch aus Deutschland. Europa, Indien, Vietnam und andere Staaten stehen ebenfalls auf der Liste. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Gegenmaßnahmen wurden angekündigt, diplomatische Spannungen steigen, und die Märkte reagierten mit Nervosität. Für exportorientierte Unternehmen, insbesondere in der Automobilbranche, stellen diese Maßnahmen ein spürbares Risiko dar. Zugleich eröffnen sich Chancen für stärker binnenmarktorientierte Geschäftsmodelle und rohstoffnahe Sektoren, etwa Infrastruktur, Energie oder ausgewählte Technologietitel. Auch aus geldpolitischer Sicht sind die neuen Zölle relevant, da sie möglicherweise preistreibend wirken und die US-Notenbank zu einem vorsichtigeren Zinspfad zwingen könnten.

Betrachtet man die Maßnahme aus einer strategischen Perspektive, so lässt sich Trumps Vorgehen auch als gezieltes Signal an die US-Notenbank interpretieren. Die fiskal- und geldpolitischen Rahmenbedingungen deuten darauf hin, dass er ein Umfeld schaffen möchte, das Zinssenkungen politisch wie ökonomisch erleichtert. Tatsächlich stieg nach der Ankündigung die Erwartung an weitere Zinssenkungen in diesem Jahr spürbar an (siehe Abb. 1). Das aktuelle CME FedWatch-Tool zeigt auf, dass der Markt für 2025 derzeit von mehreren Zinsschritten ausgeht.

Am 09. April folgte dann eine überraschende Entschärfung: Präsident Trump kündigte an, die geplanten Strafzollerhöhungen auf Importe – mit Ausnahme Chinas – für 90 Tage auszusetzen. Die Kapitalmärkte reagierten umgehend mit deutlichen, historisch einmaligen Kursgewinnen, insbesondere in zuvor belasteten Sektoren wie Tech und Automobilindustrie. Analysten werten die Maßnahme als taktisches Entspannungssignal mit politischem Kalkül. Sie mildert kurzfristige Inflationsrisiken, stützt die Erwartung baldiger Zinssenkungen und verschafft der US-Notenbank zusätzlichen Spielraum – ohne den grundsätzlichen Kurs einer konfrontativen Handelspolitik aufzugeben.

Abb. 1: Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte der amerikanischen Notenbank FED – Stand 10.04.2025

Auch die Entwicklung am Anleihemarkt bestätigt diese Erwartung: Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen, ein zentraler Referenzwert für Unternehmensfinanzierungen, sind gefallen – begleitet von einer spürbaren Abwertung des US-Dollars. Gleichzeitig steht die US-Staatsfinanzierung vor einer großen Herausforderung: In den kommenden Quartalen müssen rund sieben bis neun Billionen Dollar refinanziert werden. Schon geringfügige Zinssenkungen könnten die Kosten dafür signifikant reduzieren – ein nicht zu unterschätzender Anreiz für eine expansive Geldpolitik.

Die Signale für eine geldpolitische Wende hatten sich unlängst bereits auch auf andere Weise angekündigt: In einer Rede Anfang März äußerte sich Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank, verhalten optimistisch. Die Inflation sei auf dem Rückzug, der Arbeitsmarkt stabil – man habe substanzielle Fortschritte erzielt. Zwar betonte Powell, dass die Fed weiterhin datenabhängig agiere und kein voreiliges Handeln anstrebe, doch zwischen den Zeilen war eine klar dovishe (zurückhaltende) Tendenz spürbar. In einem Umfeld rückläufiger Inflation und schwächerer Industrieindikatoren wirkt eine moderate Lockerung geldpolitisch nachvollziehbar – nicht zuletzt, um negativen Konjunkturimpulsen, etwa infolge der eingangs beschriebenen Handelshürden, frühzeitig zu begegnen.

Ebenso relevant für die Einschätzung der künftigen Entwicklung sind dabei liquide Anlageklassen mit begrenztem Angebot. Historisch zeigt sich eine enge Korrelation zwischen der Entwicklung der Geldmenge M2 und dem Verhalten knapper Güter wie Bitcoin, Gold und Aktien. Die US-Geldmenge M2 ist nach der massiven Schrumpfung 2022/23 zuletzt wieder moderat gewachsen. Ende Februar lag sie um etwa 3,9 % über dem Vorjahreswert – noch nicht dramatisch, aber richtungsweisend. Dieser Trend lässt sich bereits in den Preisen der genannten Assets ablesen: Bitcoin hat sich über der Marke von 80.000 US-Dollar etabliert, Gold markierte Ende März ein neues Allzeithoch oberhalb von 3.000 US-Dollar, und auch die Aktienmärkte – allen voran der S&P 500 – zeigten sich vor kurzem noch stabil nahe ihrer historischen Höchststände. Sollte sich die Liquiditätszufuhr weiter verstärken – etwa durch die erwarteten Zinssenkungen oder gezielte Fiskalprogramme – dürfte dies knappen Gütern weiteren Rückenwind geben. Gerade in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheiten fungieren begrenzte Assets nicht nur als inflationsresistente Wertaufbewahrung, sondern zunehmend auch als geopolitischer Hedge.

Ein wichtiger Aspekt für die Einschätzung geldpolitischer Spielräume ist der tatsächliche Inflationsdruck. Während der offizielle Verbraucherpreisindex (CPI) in den USA im Februar bei etwa 2,8 % lag, signalisiert der alternative Trueflation-Index bereits deutlich niedrigere Werte – aktuell bei etwa 1,4 %. Dieser Echtzeitindikator nutzt aktuelle Preisdaten aus Millionen von Quellen, darunter Mieten, Onlinehandel, Energie und Dienstleistungen. Anders als der CPI, der mit systembedingter Verzögerung auf Veränderungen im Mietmarkt reagiert, bildet Trueflation diese Dynamik schneller ab. Zwar korrelieren beide Indizes langfristig eng, doch in der aktuellen Phase liefert Trueflation ein klareres Bild: Die Preisstabilität ist womöglich näher am Ziel der Notenbank, als es die offiziellen Daten vermuten lassen. Diese Differenz kann aus geldpolitischer Sicht den Ausschlag geben – denn sie stärkt das Argument, dass ein Beginn der Zinswende vertretbar ist, ohne Preisstabilität zu gefährden. Dies wird aus unserer Sicht durch die am 10.04.2025 veröffentlichten CPI-Daten für März 2025 mit 2,4% weiter gestützt.

Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Anleger die Frage: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Investieren – oder lieber abwarten? Unsere Antwort darauf lautet seit jeher: „Timing is a bet“. Studien belegen immer wieder, dass langfristiger Erfolg an den Kapitalmärkten nicht vom perfekten Einstiegszeitpunkt abhängt, sondern von der Dauer und Konsequenz der Beteiligung.

Abb. 2: Seit 1980 erzielte der S&P 500 eine annualisierte Gesamtrendite von 12,1 % – trotz durchschnittlicher Rücksetzer von -14,1 % innerhalb eines Jahres

Selbst Anleger mit idealem Markttiming – also Investitionen genau an den Tiefpunkten großer Korrekturen – schnitten langfristig nachweislich schlechter ab als jene, die einfach regelmäßig investiert haben. Wer hingegen aus Angst vor Rückschlägen wartet, bis neue Hochs erreicht werden, verliert noch mehr Ertrag. Entscheidend ist also nicht, wann man investiert, sondern dass man investiert ist und bleibt. Für unsere vorwiegend langfristig orientierten Kunden bedeutet das: Geduld, Disziplin und eine fundierte, qualitätsorientierte Asset-Allokation bleiben das Fundament einer erfolgreichen Vermögensstrategie – auch (und gerade) in bewegten Zeiten wie diesen.

Am Ende ist und bleibt die zentrale Frage: Rechtfertigt die Strategie des amtierenden US-Präsidenten das Risiko einer neuen globalen Rezession? Wir sind der Meinung, dass nun der Zeitpunkt für lösungsorientierte Verhandlungen gekommen ist. Nur ein multilateraler Dialog kann sicherstellen, dass wirtschaftliche Interessen nicht zulasten globaler Stabilität durchgesetzt werden.

Nehmen Sie bei Fragen und für weitere Informationen jederzeit gern Kontakt zu uns auf.

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Die hier enthaltenen Informationen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Wertpapiere und sonstiger Finanzinstrumente zu verstehen und stellen weder ein Angebot zum Erwerb noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar.

Dargestellte Beispiele und Beispielrechnungen und Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Beschriebene bisherige Wertentwicklungen lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

Bei diesen Angaben und Informationen handelt es sich um Marketingmitteilungen gemäß Art. 36 Abs. 2 Delegierte Verordnung (EU) und nicht um Finanzanalysen.

Jede Investmententscheidung sollte deshalb unter Zuziehung eines qualifizierten Beraters und Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse des Anlegers geprüft werden. Bitte setzen Sie sich dazu persönlich mit uns in Verbindung.

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Projekt Dezember 2024:

Im Kinderheim „Sonnenhöhe“ des AWO Kreisverbandes Zwick au e.V.leben mit seinen Außenwohngruppen knapp 60 Kinder in 8 verschiedenen Gruppen. Für die Kleinsten der Heilpädagogischen Wohngruppe, in der 10 Kinder im Alter von 1-10 Jahren leben, musste dringend das gemeinsame Spielzimmer und ein Kinderzimmer renoviert, mit neuen Möbeln und therapeutischen Materialien ausgestattet werden. Damit wurden den teilweise traumatisierten und entwicklungsverzögerten Kindern mehr Rückzugsmöglichkeiten geboten. Diese Kinder leben häufig mehrere Jahre in den Wohngruppen. Die Mitarbeiterinnen der Einrichtung versuchen mit viel Hingabe, die Wohn- und Lebensbedingungen so familienähnlich wie möglich zu gestalten, um den Kindern trotz ihres schwierigen Starts ins Leben gute Bedingungen zum Aufwachsen zu ermöglichen.

Für dieses umfassende Projekt konnten wir dankenswerterweise den Verein „Leser helfen“ der „Freien Presse“ gewinnen und somit die Finanzierung gemeinsam ermöglichen. Die DRH Stiftung Kinderhilfe beteiligte sich an den Kosten mit einem Betrag in Höhe von 2.500,00 EUR.