Citywire Deutschland vom 23. März 2021:

Als er seine Firma gründete, durfte der gelernte Banker zwar keinen Kundenstamm von seinem vorherigen Arbeitgeber mitnehmen, dafür habe es für Vermögensverwalter im Freistaat wenig Konkurrenz.

Die DRH Vermögensverwaltung ist eins von wenigen unabhängigen Instituten ihrer Art in Sachsen. Lutz Hering hat die Firma als junger Mann mitge­gründet und leitet sie heute zusammen mit seinem Geschäftspartner. Zwar ist Hering ganz ein Kind seiner Heimat, auf DDR-Nostalgie reagiert der Enduro-Fan allerdings allergisch.

 

Zwickau ist eine Autostadt. Volkswagen betreibt im 90.000-Einwohner-Ort ein Werk mit rund 8000 Mitarbei­tern. August Horch gründete hier die Horch- und Audiwerke, und zu DDR-Zeiten wurde in Zwickau der Trabant gefertigt. Auch beim Motorradsport blickt die Gegend auf eine lange Tradition zurück. Insofern ist Lutz Hering ganz ein Kind seiner Heimat. Sein Wochenende ver­bringt er am liebsten in einer umgebauten Stellmacherei, die sich im Garten seines Einfamilienhauses befindet. Dort bastelt Hering an seinen Enduro-Motorrädern. Zur Zeit hat er davon insgesamt fünf. „Ich habe schon als Kind gerne an meinem Mofa geschraubt“, sagt Hering – und dass er gerne bei Enduro-Rennen mitfährt.

„Ich habe schon als Kind gerne an meinem Mofa geschraubt.“

Während der Woche trägt Hering aber keine Motorradklamotten, sondern Hemd und Anzug. Gemeinsam mit dem Mitgeschäftsführer und -gründer Marco Rumpf leitet Hering die DRH Vermögensverwaltung. 13 Mitarbeiter beschäftigt die Firma, die Niederlassungen in Zwickau und Dresden betreibt. Wie viel Kunden­vermögen die DRH verwaltet, verrät Hering nicht, wohl aber, dass sich die Zahl im dreistelligen Millionenbereich bewegt. Zu seinen Kunden gehören vor allem Stiftungen und vermögende Privatleute aus Sachsen, darunter auch viele Selbst­ständige und Firmeneigentümer aus dem Maschinenbau. Wie gesagt: Zwickau ist eine Autostadt.

 

Lust auf das eigene Unternehmen

Die DRH ist 1998 gegründet worden. Damals gehörte noch Rocco Damm zum Team – auf ihn geht das D im Namen zurück. 2016 stieg Damm aus der Firma aus, um die Dresdner Niederlassung für Reuss Private Deutschland aufzubauen und zu leiten. Kennengelernt hatten sich die drei Gründer bei der SchmidtBank, die früher Filialen in Nordbayern, Sachsen und Thüringen hatte und 1994 die Online-Bank Consors gründete.

Lutz Hering ist Mitgründer der DRH Vermögensverwaltung. Sein Hobby sind Enduro-Motorräder.

Hering hatte bei der SchmidtBank seit 1992 eine Ausbildung zum Bankkauf­mann absolviert und später noch eine Ausbildung zum Bankfachwirten mit Spezialisierung für Effekten draufgepackt. Von 1996 bis 1998 war er in der Kunden­beratung und -betreuung in Vermögens­angelegenheiten tätig, musste dort aber vor allem die hauseigenen Fonds der SchmidtBank-Tochter Franken-Invest an den Mann und an die Frau bringen. Auf sein eigenes Unternehmen hatte Hering auch deshalb Lust, weil er seinen Kunden eine breite Palette an Fonds unterschied­licher Asset Manager anbieten wollte. „Das war damals noch etwas Ungewöhnli­ches“, sagt Hering. Sein Mitstreiter Marco Rumpf arbeitete bei der SchmidtBank als Bereichsleiter Privatkunden in der Filiale Aue sowie drei weiteren angeschlossenen Filialen. Damm war Bereichsleiter für das Wertpapiergeschäft.

 

Allergisch gegen Ostalgie

Einfach hatten es die drei anfangs nicht, sagt Hering: „Für einen jungen Mann unter 30 war das schon ein großer Schritt.“ Kunden durften sie von der SchmidtBank nicht mitnehmen, das stellte ihr alter Arbeitgeber mit Briefen vom Anwalt klar. Immerhin: Viel Konkurrenz hatten die drei in Zwickau auch nicht. Bis heute sind Vermögensverwalter in Sachsen Mangel­ware, obwohl der Freistaat durchaus über eine dichte Industrielandschaft verfügt. „Immerhin haben wir den Vorteil, dass sich die Konkurrenz hier nicht so leicht hin ver­irrt“, sagt Hering mit leichter Ironie.

In einer alten Stellmacherei auf seinem Grundstück schraubt Hering an seinen Maschinen. Hier arbeitet er an einer Enduro des österreichischen Herstellers KTM.

Altes Geld wie in Westdeutschland gibt es in Zwickau und Dresden aber nicht. „Unsere Kunden haben sich ihren Wohl­stand hart erarbeitet, denen wurde nichts geschenkt, und sie sind stolz auf das, was sie sich aus dem Nichts aufgebaut haben – diese Geschichte haben wir mit ihnen gemeinsam“, sagt Hering. Das gilt bei vielen auch für die Kindheit und Jugend in der DDR. Als die Mauer fiel, war Hering gerade einmal 18 Jahre. „So eine Bio­graphie verbindet natürlich“, sagt Hering, stellt aber klar, dass er dem real existie­renden Sozialismus nicht hinterher trauert. „Auf Ostalgie reagiere ich allergisch. Die Kindergärten und der grüne Pfeil mögen ja gut gewesen sein, aber da hört es für mich auch schon auf. Die DDR war ein Unrechtssystem, das sage ich auch immer meinem Sohn“, sagt Hering, dessen Sohn Paul 15 Jahre alt ist und wie sein Vater gerne an Motorrädern schraubt. Herings Tochter Selma ist acht.

 

Investitionen in Digitalisierung

Schritt für Schritt haben Rumpf und Hering erst mit und später ohne Damm ihr Unter­nehmen auf- und ausgebaut. 2005 haben sie ihre zweite Niederlassung in Dresden eröffnet. Hier liegt heute auch der Haupt­sitz der Firma, schließlich ist Dresden sechsmal so groß wie Zwickau. Zur Zeit gilt das Hauptaugenmerk der beiden der Digitalisierung. Ein ehemaliger Werkstu­dent, der bald sein Masterstudium in Wirt­schaftsinformatik abschließt, soll sich in Zukunft um IT-Fragen kümmern. Außerdem hat die DRH gerade einen Spezialisten im Bereich Prozess- und Projektmanagement eingestellt. „Wir sind in Sachen Digitalisie­rung gut aufgestellt, uns ist aber auch klar, dass wir in diesem Bereich weiter stark investieren müssen“, sagt Hering. Zudem absolvierte Hering 2019 eine Zusatzquali­fikation zum Family Officer. „Themen wie ganzheitliche Vermögensbildung und Unternehmensnachfolge werden bei unse­ren Kunden immer wichtiger. Wir möchten ihnen zur Seite stehen, wenn sie ihre Firma an die nächste Generation weitergeben oder verkaufen wollen“, sagt er.

„Wir müssen auch nicht jeden Trend mitmachen.“

Sein Kollege Rumpf kümmert sich vor allem um die Beratung von Mandanten und sitzt, wenn nicht gerade eine Pande­mie durchs Land wütet, oft im Auto, um Kunden zu besuchen. „Wir sprechen oft mit unseren Kunden und versuchen, sie so oft wie möglich persönlich zu sehen – auch dann, wenn es einmal nicht so gut im Portfolio läuft“, sagt Hering. Auch er betreut eigene Mandanten und über­nimmt daneben das Portfoliomanagement. Als eher konservativ beschreibt er den Investment-Stil der DRH. Ihm gefällt der Value-Investing-2.0-Ansatz von Hendrik Leber von Acatis, der den Value-Gedanken mit einem Qualitätsansatz verbindet und nicht allein auf die Bewertung einer Aktie schielt. Herings Kunden können zwischen fünf Strategien wählen. Hinzu kommen individuelle Investments, sofern der Kunde dies wünscht. Aktuell treiben Hering mehrere Investmentthemen um. Da ist erst einmal das Großthema Disruption, das er zum Beispiel mit dem Phaidros Funds Schumpeter Aktien von Eyb & Wallwitz und dem GAM Star Disruptive Growth abdeckt; dann das Thema Gesundheit mit dem Medical BioHealth, dem Bellevue Funds (Lux) BB Adamant Digital Health und dem Bellevue Funds (Lux) BB Adamant Medtech & Services. Und schließlich haben es ihm zwei China-Fonds von J.P. Morgan Asset Managment angetan: der JPM China und der JPM China A-Share Opportunities. „Wir müssen aber auch nicht jeden Trend mit­machen“, sagt Hering.

 

Soziales Engagement in der Region

Eine Besonderheit der Firma ist das, was Hering „bürgerschaftliches Engagement“ nennt. Über die DRH Stiftung Kinderhilfe unterstützt das Unternehmen seit 2007 sozial benachteiligte Kinder und Jugend­liche in der Region. Im von der DRH organisierten Liedersalon singen Solisten des Semperoper-Ensembles, und die Erlöse fließen in die Kinderhilfe. Last, but not least hat die DRH 2003 den Dresdner Salon ins Leben gerufen – eine Veranstal­tungsreihe mit Podiumsdiskussionen, an denen schon Prominente wie Richard von Weizsäcker, Wolfgang Schäuble, Franz Müntefering, aber auch Peter Maffay oder Uli Hoeneß teilgenommen haben. Neben­bei dient das Forum natürlich auch der Kontaktpflege.

Wenn die Zeit es zulässt, fährt Hering bei Motorradrennen mit.

Auch in Zwickau organisiert die DRH eigene Veranstaltungen. Der Firmensitz hat neben den Geschäftsräumen auch eine Ausstellungsfläche für Autoklassi­ker wie einen Wanderer aus den 1930er Jahren, einen DKW oder verschiedene Baureihen des Porsche 911. Daneben gibt es verschiedene Veranstaltungsräume und für die Verköstigung eine Küchenin­sel. „Wir sitzen hier im Gewerbegebiet, da haben wir für solche Events auch genug Platz“, sagt Hering.

 

Erholung in Matsch und Staub

Das Kontrastprogramm zum Rummel im Job ist die Stellmacherei. Rund 200 Qua­dratmeter ist das Gebäude groß und wurde 1945 kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut. Als Hering und seine Familie 2007 auf der Suche nach einem Einfamilienhaus waren, entdeckten sie das Grundstück in einem Vorort von Zwickau. „Wir haben uns das Haus auch wegen der Stellmacherei gekauft“, sagt Hering. Neben den Motorrädern stehen hier sieben Fahrräder und vier Autos.

„Ich gehe gerne körperlich an meine Grenzen.“

Und wenn die Zeit es zulässt, schnappt er sich eine seiner Maschinen und fährt bei Enduro-Rennen mit. Mit 27 legte er sich zum ersten Mal ein solches Motor­rad zu und fährt seitdem, wann immer es geht, bei Wettbewerben mit. Der Höhepunkt jeder Saison ist die Deutsche Meisterschaft. „Da geht’s nicht darum zu gewinnen, ich habe ja gar keine Chance“, sagt Hering. Aber er mag die Atmosphäre, das Zusammensein mit anderen Motor­sportfans, die körperliche Anstrengung, den Matsch und den Staub. „Das ist ein Sport, der den ganzen Körper fordert“, sagt er. „Ich gehe gerne körperlich an meine Grenzen.“

 

Von Serge Debrebant · Fotos: © Citywire GmbH · Der Artikel erschien zuerst in der März-Ausgabe des Citywire-Deutschland-Magazins.

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Projekt vom März 2021: 

In der Familienwohngruppe Planitz des Zwickauer Kinderhausverein e.V. wohnen Kinder und Jugendliche, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei ihren Eltern leben können. Die Betreuer möchten möglichst viel Zeit im Freien beim Wandern mit den Kindern verbringen. Dazu wurden Rucksäcke und Trinkflaschen benötigt. Die DRH Stiftung Kinderhilfe stellte dafür die finanziellen Mittel zur Verfügung.

Projekt vom März 2021: 

Die Frühförderstelle der Lebenshilfe Westsachsen e.V. in Wilkau-Haßlau betreut Familien mit entwicklungsverzögerten, behinderten und von Behinderung bedrohter Kinder aus dem gesamten Landkreis Zwickau. Ziel ist es, Kindern mit Sprachstörungen den Einstieg in ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Eine Sprachstörung bei Kindern kann verschiedene Ursachen haben. Oft sind es Kinder, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen oder traumatisiert sind.  Es sind aber auch Kinder mit geistiger Behinderung, Autismus oder Kinder deren Eltern aus den verschiedensten Gründen nicht sprechen können.

Für die tägliche Arbeit wurden dringend neue kindgerechte Tische und Stühle sowie pädagogische Therapiematerialien benötigt.

Die Kosten in Höhe von rund 2.000,- € übernahm die DRH Stiftung Kinderhilfe. Dies war durch eine großzügige Spende des Geschäftsführers der Firma IndiKar Individual Karosseriebau GmbH, Ronald Gerschewski, möglich.

Projekt vom Januar 2021: 

Das „Haus Kinderland“ ist eine Freizeiteinrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Chemnitz. Das Haus besuchen Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren. Sie leben zum Teil in Familien, die sich großen Herausforderungen wie z.B. Arbeitslosigkeit, Armut oder familiären Konflikten stellen müssen. Dort erhalten sie u.a. eine kostenfreie Mahlzeit, Lernnachhilfe, kreative, musische und gemeinschaftsfördernde Angebote. Die Kinder haben dort auch die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und die Betreuer haben immer ein offenes Ohr für ihre Probleme und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Im „Haus Kinderland“ soll für die tägliche Kinder und Jugendlichen ein Multifunktionsraum entstehen. Dafür stellte die DRH Stiftung Kinderhilfe 5000,- € zur Verfügung. Dank einer großzügigen Spende des Geschäftsführers der Birkus Immobilien GmbH Chemnitz, Frank Birkner, war die finanzielle Unterstützung dieses Projektes möglich.

Das Jahr 2020 lässt sich relativ kurz mit einem Wort beschreiben: „Corona“.

Es gibt wohl keinen Bereich in der Wirtschaft und im sozialen Leben, der nicht durch das Virus tangiert wurde. Lange stand die Welt nicht vor einer größeren Herausforderung. Der Begriff „Globalisierung“ wurde plötzlich in einem völlig anderen Kontext verstanden.

Fast ein Jahr später sind die Veränderungen im täglichen Leben unübersehbar. Auch wenn es scheinbar noch so weit weg erscheint, kann man das Ende der Coronakrise schon heute sehen.

Wir gehen in ca. 6 Monaten von einer relativen Normalisierung des Lebens aus und bauen auf die Konstante „Mensch“, der sich unter extremen Bedingungen anpassen kann, aber auch schnell Negativerlebnisse verdrängt und sich in seinem tiefsten Inneren nicht ändert.

Deshalb wird er vergessen und bald wieder in Restaurants, Biergärten und Museen anzutreffen sein. Dennoch wird es einschneidende Änderungen gegeben haben, die dann aber wahrscheinlich fast nicht mehr wahrgenommen werden.

Durch die Einschränkungen der Corona-Zeit haben wir uns nämlich bereits angepasst. Wir bezahlen an der Kasse im Supermarkt mit Karte oder Handy, mussten im harten Lockdown lernen, digitale Medien zu nutzen und online statt in Filialen einzukaufen. Wir halten Videokonferenzen ab, statt zu reisen und schauen Filme online, weil die Kinos geschlossen sind.

Die Digitalisierung wurde in wenigen Monaten mehr vorangetrieben als in den vorangegangen 3 Jahren. Ein Großteil dieser Entwicklung wird dauerhaft bleiben und eine Verbesserung darstellen.

Themen wie Medizintechnik, Digitalisierung des Gesundheitssektor, Biotechnologie, Robotik, digitales Zahlen und disruptive Geschäftsmodelle durchdringen die Gesellschaft und werden wohl dauerhaft Gewinner der Corona-Pandemie sein.

Ein Spiegelbild dieser Entwicklung konnten wir am Kapitalmarkt bereits beobachten und haben in diesen Segmenten investiert, weil sie die Zukunft der Wirtschaft darstellen.

Die wirtschaftlich negativen Seiten der Coronakrise sind die enormen geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken weltweit. Der Schuldenstand durch Corona ist größer als nach dem 2. Weltkrieg. Diese Maßnahmen waren und sind aber notwendig, um die wirtschaftlichen Verwerfungen möglichst gering zu halten.

Um die Schulden der Länder erträglich zu gestalten, haben die Notenbanken weltweit die Zinsen auf historisch niedrige Sätze gesenkt. Da aber die aktuelle Verschuldung nur über eine längere Zeit abzubauen ist, leuchtet jedem ein, dass die Zeit des „billigen Geldes“ längerfristig Bestand haben wird.

Man muss sich also fragen: Wenn Geld scheinbar unendlich zur Verfügung steht und die Kosten (Zinsen) gegen Null gehen, wieviel ist dann mein Geld auf dem Konto noch wert?

Diese Frage stellen sich Sparer und Investoren vermehrt. Mathematisch ist die Frage einfach zu beantworten. Optisch bleiben die Guthaben gleich, aber durch die Inflation wird ihre Kaufkraft geringer. Und das ist entscheidend!

Die Lösung ist so simpel und schwierig zugleich – Investitionen in Wirtschaftsgüter, die nicht auf Knopfdruck replizierbar sind (wie derzeit Geld durch die Notenbanken).

Dazu gehören aus unserer Sicht Investitionen in Immobilien, Gold und Unternehmensbeteiligungen (neben verzinsten Anlagen). Da es in dieser Frage nicht die eine Lösung geben wird, liegt der Schlüssel in der Kombination der verschiedenen Anlagen.

Weil sich aber nicht jeder die Immobilie in München, den Goldbaren im Tresor oder eine eigene Firma kaufen kann, sind durch Wertpapiere hinterlegte Investitionen in diesen Segmenten sinnvoll und aus unserer Sicht die (Er-)Lösung für Kontoguthaben.

Haben Sie weiteren Informationsbedarf? Dann lassen sie uns gern miteinander sprechen.

 

Dresden/Zwickau, im Januar 2021

Projekt vom Dezember 2020:

Leider konnte in diesem Jahr „coronabedingt“ die Weihnachtsfeier für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Hotel „First Inn“ Zwickau nicht stattfinden. Trotzdem sollte für die Kinder der Weihnachtsmann (virtuell) kommen. Der Theaterpädagoge des Zwickauer Theaters, Silvio Handrick, hat für die Kinder einen kleinen Weihnachtsfilm gedreht. Der Film wurde an die Zwickauer soziale Einrichtungen verteilt, die die Kinder betreuen. Die Betreuer haben mit den Kindern besprochen, über welche Geschenke sie sich freuen würden, die sie alle gemeinsam nutzen können. Und so kamen dann die „großen“ Wunschzettel bei unserer Stiftung an, die wir alle erfüllen konnten. Dank der Initiative unseres Stiftungsratsmitgliedes, Frau Renate Lang, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz die Koordination des gesamten Projektes übernommen hat, ist die „Weihnachtsgeschenke-Aktion“ zu einem rundum gelungenen Herzensprojekt geworden.

Viele Privatpersonen haben für die Weihnachtsgeschenke extra Geld gespendet. Und auch der „Filmproduzent“ Silvio Handrick und alle Darsteller verzichteten auf ein Honorar zu Gunsten der Kinder. Für dieses hohe soziale Engagement, die Großzügigkeit und die „Herzenswärme“ danken wir allen Beteiligten und Spendern von ganzem Herzen.

Die Tagesgruppe „Buntkariert“ des Zwickauer Kinderhaus-Verein e.V. hatte sich zu Weihnachten Rucksäcke gewünscht.

Freien Presse Zwickau vom 24.12.2020:

Spendenaktion DRH-Stiftung Kinderhilfe finanziert verschiedene Projekte für sozial benachteiligte Kinder in Sachsen

Auch wenn die bereits zur Tradition gewordene Kinder-Weihnachtsfeier der DRH-Stiftung Kinderhilfe im Zwickauer Hotel Fist Inn in diesem Jahr coronabedingt nicht ausgerichtet werden konnte, wurden dennoch alle Weihnachtswünsche, die von den Kindereinrichtungen im Rahmen der Spendensternenaktion an die Stiftung herangetragen wurden, erfüllt. „Wir haben uns aus Sicherheitsgründen gegen die einzelnen Wunschzettel von Kindern, dafür aber einen Gruppen-Wunschzettel entschieden“, erklärt Vorstandsmitglied Monika Uhlmann. Auf die persönliche Übergabe von Geschenken wurde dabei verzichtet.

So bot die Stiftung den sozialen Einrichtungen an, die Finanzierung von diversen Unternehmungen zu übernehmen, die die Teambildung der Kinder fördern sollen. Ebenso finanziert wurde der Kauf von Sportgeräten sowie Bastelbedarf und Büchern für ihre Bibliotheken.

Auf den dann eingegangenen Wunschzetteln standen Gutscheine, aber auch ganz konkrete Sachen. So hat sich die Sozialtherapeutische Familienwohngruppe des Zwickauer Kinderhausvereins zu Weihnachten einen Kinobesuch im Filmpalast Astoria Zwickau gewünscht. „Da Kinobesuche zurzeit nicht möglich sind, bekommt die Gruppe einen Kinogutschein“, so Monika Uhlmann. Auf dem Wunschzettel der integrativen Kita „Rosengarten“, die vom Solidarsozialring in Wilkau-Haßlau betrieben wird, stand das japanische Erzähltheater Kamishibai. „Es ermöglicht den Kindern ein gemeinsames aufmerksames Anschauen der Karten im Theaterkasten, genauso wie das Zuhören und das Nacherzählen von Geschichten“, schrieb dazu die Kita-Leiterin Marina Weiß. „Unser Ziel dabei ist die Sprachförderung, aber auch die inklusive Bildung aller Kinder. Den Kindern wird durch das Erzähltheater altersgerecht Sachwissen vermittelt“, so die Erzieherin. Sie berichtete auch, dass in der Wichtelwerkstatt der Kita bereits im November die Produktion der Spendensterne auf Hochtouren lief. „Wir hoffen sehr, dass unsere Sterne sowohl dem Weihnachtsmann als auch allen anderen Besuchern im Hotel First gefallen werden.“ Dankbar für die Unterstützung fügt Einrichtungsleiterin hinzu: „Auch für uns im Kindergarten ist das gerade keine einfache Zeit. So viele geplante Vorhaben und Ausflüge mussten aufgrund der Corona-Krise ausfallen. Doch wir bleiben optimistisch und wünschen uns für 2021 von ganzem Herzen, dass wieder ganz normaler Alltag einziehen kann und wir gemeinsam wieder viele Dinge unternehmen können, die uns zurzeit verwehrt bleiben.“

Mit ihrer Spendensternenaktion hat die Stiftung Kinderhilfe in den vergangenen vier Jahren insgesamt 42.570 Euro für sozial benachteiligte Kinder gesammelt. „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr, auch dank Spenden verschiedener Unternehmen, uns zahlenmäßig schon jetzt in einem fünfstelligen Bereich befinden“, sagt Monika Uhlmann und versichert: „Jede Spende kommt zu 100 Prozent bei den Kindern an.“ Gespendet werden darf natürlich das ganze Jahr über. Der Spendenstern-Weihnachtsbaum der Kinderstiftung ist noch zum Jahresbeginn im Foyer des Hotels First Inn zu bestaunen.
Auf der Internetseite der Stiftung kann der 12-minütige Film „Eine weihnachtliche Geschenkegeschichte“ angeschaut werden, den die Theaterpädagogik des Theaters Plauen-Zwickau zur aktuellen Spendenaktion beigesteuert hat. (lth)

Text & Foto: Ludmila Thiele

Projekt vom Dezember 2020:

In der Adam-Ries-Schule Zwickau lernen rund 300 Kinder. Darunter sind viele Schüler mit eine Lese- und Rechtschreibschwäche. 30 Kinder werden derzeit inklusiv unterrichtet. Viele der Schüler leben zum Teil in bildungsfernen Elternhäusern. Manche von ihnen leben nicht mehr zu Hause, sondern in einer Wohngruppe. Die Adam-Ries-Schule besuchen auch Kinder mit Migrationshintergrund, die zum Teil traumatische Erfahrungen hatten und noch Deutsch als Zweitsprache lernen müssen.

Damit die Kinder einen erlebnisreichen Schultag haben, gehört u.a. auch eine „bewegte“ Pause dazu. Damit möchten die Lehrkräfte auch den Zusammenhalt im Klassenverband stärken, Aggressionen abbauen, Kräfte messen lassen oder spielerisch die Kinder über ihre Sorgen und Erlebnisse berichten lassen, die sie beschäftigen.

Dafür werden für den Innen- und Außenbereich der Schule dringend lernpädagogische Spiele benötigt. Die DRH Stiftung Kinderhilfe übernimmt dafür die Kosten. Dieses Projekt wurde auch mit einer großzügigen Spende unseres Stiftungsratsvorsitzenden, Herr Rainer Eichhorn, mit seinem Spendenaufruf anlässlich seines 70. Geburtstages unterstützt. Herzlichen Dank!

Leider konnte in diesem Jahr coronabedingt die Weihnachtsfeier für sozialbenachteiligte Kinder im Zwickauer Hotel „First Inn“ nicht stattfinden. Deshalb wurden die Geschenke, die von vielen privaten Spendern finanziert wurden, „virtuell“ an die sozialen Einrichtungen in Zwickau übergeben, die diese Kinder betreuen.

Nachfolgend ein Ausschnitt aus dem Film der „virtuellen“ Geschenke-Übergabe.

Den gesamten Film „Eine weihnachtliche Geschenkegeschichte“ finden Sie unter:
Youtube-Link

Zwickauer Blick vom 02.12.2020:

Auch in diesem Jahr wurde ein großer Spendenstern-Weihnachtsbaum der DRH Stiftung Kinderhilfe (auf dem Bild rechts die Hotelchefin Annett Strobel mit den Stiftungsvorstandsmitgliedern) im Foyer des Zwickauer Hotels First Inn üppig mit von den Kindern aus verschiedenen sozialen Einrichtungen mit großer Begeisterung und Hingabe gebastelten Weihnachtssternen geschmückt. „Wir hoffen, dass es wieder viele Spender geben wird, die die kunstvollen Sterne kaufen, damit wir wieder für die Kinder pädagogisch nutzvolle Geschenke übergeben können. Die Höhe der Spende kann wie immer jeder selbst bestimmen. Jede Stimme kommt garantiert zu 100 Prozent sozial benachteiligten Kindern zugute. In diesem Jahr kann zwar keine Weihnachtsfeier für die Kinder im First Inn ausgerichtet werden. Wir erfüllen aber die Wünsche, die an uns von verschiedenen Einrichtungen eingegangen sind, darunter sind beispielsweise Gutscheine für Theater- und Kinobesuche“, sagt Vorstandsmitglied Monika Uhlmann.

Aktion: DRH Stiftung Kinderhilfe ruft auf

„Es ist uns ein Herzenswunsch, auch 2020 an die erfolgreichen Spendenstern-Aktionen der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Wir haben von 2016 bis 2019 mit unserer Aktion insgesamt 42.570 Euro gesammelt. Seit 2017 führen wir unsere Spendenaktion gemeinsam mit dem Hotel First Inn durch“, so Uhlmann. Finanziert wurden in der Vergangenheit mit den Weihnachtssternen beispielsweise Bücher, Spiele, Sportgeräte für eine Wohngruppe der Kinderarche im Erzgebirgskreis, ein Trickfilmprojekt der Kinderhilfe Lichtenstein, eine dreitägige Ferienausfahrt für die Tagesgruppe des AWO Jugendhilfezentrums Zwickau und vieles, vieles mehr.

„Wir haben übrigens wie immer noch einen Spendenbaum im Eingangsbereich unserer Vermögensverwaltung in der Newtonstraße in Zwickau aufgestellt“, sagt Monika Uhlmann.

Text & Foto: Ludmila Thiele